Sie sind auf ganz Europa verteilt: die Stolpersteine. Sie geben den einzelnen Opfern des Nationalsozialismus einen Namen. Michael Friedrichs-Friedländer stellt die Stolpersteine her. Und sorgt dafür, dass die Erinnerung an die Ermordeten bei den Menschen ankommt.

Michael Friedrichs-Friedländer ist gelernter Bildhauer. Seine eigene Bildhauerei verfolgt er heute aber kaum noch: Er stellt die Stolpersteine her, seit 13 Jahren. Sie erinnern an die Verfolgten, Deportierten und Ermordeten des NS-Regimes.

Mittlerweile ist es das größte dezentrale Holocaust-Mahnmal der Welt, auch wenn die Steine kaum größer sind als die Fläche einer Hand. Eingelassen in Gehwegen und an Orten, von wo aus Menschen deportiert wurden, muss sich jede:r, die:der die Inschriften lesen will, verbeugen: eine symbolische Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus.

Weit über 60.000 Namen hat Friedrichs-Friedländer in die Messingplatten auf den Steinen geschlagen. Und er denkt nicht ans Aufhören.

Autorinnen: Laura Eßlinger und Sofie Czilwik
Kamera: Richard Marx
Schnitt: Susanne Ocklitz